Medienkonvergenz 2009 – 2014 – wird der Kunde zu mächtig?
Das Internet macht den Konsumenten vom Objekt zum Subjekt – welche Herausforderungen entstehen daraus für Unternehmen und wie geht man mit ihnen in Zukunft um? Wie sieht der Online Marketing Mix der Zukunft aus? Joachim Graf vom HighText Verlag, Zukunftsforscher, Autor und Consultant, ging in seinem Vortrag diesen Fragen auf den Grund.
Das Internet verändert sich – es ist vom Kanal zum Medium geworden, die Grenzen zwischen Publizist und Leser und zwischen beruflich und Privat verschwimmen und verschwinden zusehens. Wie verändern sich dabei die User?
Digital Natives
Die junge Generation, die ein Leben ohne Internet nicht kennt
Net Generation
Es besteht kein Unterschied zwischen Internet und physischem Leben
Active Customer
Aktive Kommunikation über und mit Produkten
Patchwork-Konsument
Luxus und Liedl: der Konsument pickt sich die Rosinen aus dem Angebots-Kuchen heraus
Die Nutzer-Aufmerksamkeit sinkt mehr und mehr, es werden “Häppchen-Medien” in kleinen Portinen verspeist. Durch die steigende Beliebigkeit sinkt auch der Qualitätsanspruch, relevant ist nicht mehr “gut”, sondern “cool”.
Das Internet ist Informationsquelle Nummer eins
Deutsche Top-Manager verbringen wöchentlich 18 Stunden damit, Informationen zu sammeln, davon über vier Stunden im Internet (22% der Zeit). 69% starten das Suchen immer zuerst im Internet.
Es geht um Vertrauen
Im Internet der Zukunft dreht sich alles um Vertrauen. Doch wem Vertrauen die Kunden am meisten? Die Empfehlungen anderer Kunden stehen hier an erster Stelle, gefolgt von Tageszeitungen, Online-Kundenkommentaren, Marken-Websites, TV, Zeitschriften, Radio etc. in dieser Reihenfolge.
In der Flut der Angebote und Inhalte im Internet wird Branding immer wichtiger. Google listet bei Suchen unzählige Ergebnisse auf – wie trifft der Kunde da seine Entscheidung? Er wird jene Information wählen, die er kennt und der er vertraut. Die Trends SEO (Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung), SEM (Search Engine Marketing, Suchmaschinenmarketing) und SMM (Social Media Marketing) rufen bei den Nutzern höhere Akzeptanz hervor, als klassische Maßnahmen wie E-Mail Marketing oder Performance Marketing..
Der Wind des Wandels
Das Zeitalter der Screens bricht an – die Medien werden interaktiver, mobil und digital. Nutzer “lesen” das Internet nicht mehr, sie scannen. Das Ende der Reklame ist angebrochen, es geht um Beziehungsmanagement statt um Vertrieb.
Effekte von Social Media
Durch den viralen Effekt reden die Kunden über Unternehmen und deren Produkte. Der Globalisierungseffekt äußert sich in einer Verkürzung geografischer, mentaler und psychologischer Entfernungen zum Kunden. Die Vernetzung zwischen Bank, Kunden, Interessenten und Partnern wächst und eröffnet neue Märkte. Die Kunden selbst verbessern Produkte aus ihrer Sicht heraus. Wenn Menschen bei Menschen kaufen, ist das der Sales Funnel Effekt.




