re:publica 2010 | Blogging meets the real world

Zwischen dem 14.04.2010 und dem 16.04.2010 fand in Berlin zum vierten mal die Social Media Konferenz re:publica statt. Aus der ehemaligen “Bloggerkonferenz” ist längst mehr als nur das geworden. Das zeigen auch die Locations wie der Berliner Friedrichstadtpalast, der Quatsch Comedy Club und die Kalkscheune sowie die gut 2.500 verkauften Tickets. Social Media rockt. Und wir natürlich mit.

Bei unzähligen Sessions, Vorträgen und Diskussionen fällt es sehr schwer einzelne hervorzuheben. Doch ein absolutes Highlight war selbstverständlich der Auftritt von Jeff Jarvis auf der Bühne im Friedrichstadtpalast. Natürlich war kaum noch ein Platz frei als eine der bekanntesten Social Media Persönlichkeiten mit seinem Vortrag über “the German Paradox” begann. Jeff Jarvis sprach über die Unterschiede im Bereich der Privatsphäre. Zum einen will man nicht, dass Google Bilder von Gebäuden macht, zum anderen geht man aber nackt in die gemischte Sauna. Nackt. Natürlich kein Vergleich das auf der Hand liegt, aber doch irgendwie zum Schmunzeln und Nachdenken angeregt hat. Als Schlussfolgerung bzw. Aufforderung sprach Jeff Jarvis dann vermehrt von der Idee alles “public by default”, also öffentlich einsehbar als Standard, zu sehen. Sicherlich ein interessanter Ansatz, der sich gerade im deutschsprachigen Raum aber wohl nicht zu schnell etablieren lassen wird.

Was neben einzelner wirklich sehr guter Vorträge noch auffiel war, dass nicht nur über das Bloggen an sich gesprochen wurde sondern alles in einem größeren Kontext gesehen wurde. Da ging es um die Grenzen des menschlichen Ermessens (sehr gut präsentiert von Miriam Meckel) oder gar darum, wie Social Media in einzelnen Regionen politische und soziale Veränderungen herbei führte (Nishant Shah aus Bangalore).

Ebenso interessant wie aufrüttelnd waren dann auch “hands-on” Präsentationen die zeigten, wie Innovationen im Bereich Web 2.0 (eine ganze Vortragsserie mit dem Namen “Innovators by the Fire”) aussehen können oder wie man Medien “hacken”, sprich mit gezielten Fehlinformationen beeinflussen kann bzw. wie dies bereits passierte (Beispiel “Yes Man”).

Beeindruckend war neben den Vorträgen aber auch das enorm hohe Medieninteresse und die Berichterstattung. In den großen Tageszeitungen standen Artikel, Radiosender berichteten und selbst Leute auf der Straße erkannten das re:publica 2010 Logo auf den Lanyards. Social Media hits the real world. So soll das sein.

Trotz der Größe der diesjährigen re:publica und der großen Teilnehmerzahl merkte man aber auch immer wieder, dass Blogger doch irgendwie zusammen gehören. Egal ob große Nummer mit bekanntem Blog oder der Blogger, der just for fun tagtäglich seine Statements schreibt. Irgendwo haben alle etwas gemeinsam. Den Spaß am Kommunizieren. Genau das zeigte sich dann auch beim letzten offiziellen Termin. Da saßen dann ein paar hundert Leute, die noch nicht auf dem nach Hause Weg waren, zusammen und sangen, während man auf eine Liveschaltung zu Biz Stone (Mitgründer von Twitter) wartete, gemeinsam Bohemian Rhapsody von Queen. Dass sich Biz Stone dann noch aus familiären Gründen entschuldigen lies fiel dabei auch nicht mehr ins Gewicht.

Alles in Allem eine sehr gelungene Veranstaltung mit vielen Einsichten, Aussichten und Denkanstößen. Social Media rockt. Gut, dass mit der meshed#2 die nächste Konferenz bereits ansteht… ;-)



Comments ( 1 Comment )

Hello everyone thanks for

good information.

Christian Louboutin added these pithy words on Jun 12 10 at 17:57

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meshed - Social Media Conference on Facebook